Friseurin - viel Kreativität für tolle Arbeit

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    Der Friseurberuf besitzt schon eine jahrhundertelange Tradition. Im Mittelalter nannte man Friseure Bader oder Barbiere. Sie hatten die Aufgabe, Frisuren zu gestalten, Haare zu schneiden und zu pflegen. Einst wurde der Beruf zumeist von Männern ausgeübt, in der heutigen Zeit zu 93 Prozent von Frauen. Der Friseurberuf gilt als zugelassener Handwerksberuf, die Lehrzeit dauert 3 Jahre. Nach Beendigung der Lehre beginnt die Gesellenzeit. Als Friseurgeselle/in hat man die Möglichkeit sich zum Friseurmeister/in weiterzubilden.

    Weiterführende Informationen:Friseurin - Unterscheidungen in Gesellenstufen

    Im Friseurberuf sind verschiedene Erfahrungsstufen bei Gesellen zu finden. Eine Friseurin, die am Ende ihrer Ausbildungszeit ist, oder ihre Gesellenprüfung bestanden hat und ein bis vier Berufsjahre als Gesellin vorweisen kann, nennt man Jung-Stylist. Sie kann sich aber ein Jahr nach Abschluss der Gesellenprüfung schon Stylist nennen (die Benennung der unterschiedlichen Leistungsstufen ist nicht einheitlich gesetzlich geregelt).

    Was verdient man in der Ausbildung?

    Die Ausbildung zur Friseurin dauert drei Jahre und findet Dual, in einem Friseursalon und einer Berufsschule statt. Die Ausbildungsvergütung im ersten Lehrjahr liegt bei 214 bis 450 Euro im Monat (je nach Ausbildungsort), im zweiten Lehrjahr zwischen 253 und 500 Euro und im dritten Lehrjahr zwischen 341 und 600 Euro. Das Einstiegsgehalt einer Gesellin liegt zwischen 700 und 2500 Euro. Die Höhe des Gehalts richtet sich auch nach der Ausbildungsstätte. Es gibt sehr hochpreisige Friseursalons, die sehr viel Wert auf handwerkliches Geschick legen und sich diesen intensiven Kundenservice sehr teuer bezahlen lassen. Diese Salons zahlen in der Regel eine höhere Ausbildungsvergütung, als Salons, die Festpreise für Haarschnitte haben und eher die Masse abfertigen. Für Kunden ist es üblich, beim Friseur Trinkgeld zu geben.Trinkgelder sind im Friseurberuf eine willkommene Gehaltsaufbesserung und in der monatlichen Gesamthöhe nicht zu unterschätzen.

    Wie sieht der Arbeitsalltag als Friseurin aus?

    Früher galt der Montag als traditioneller Ruhetag für Friseure, das hat sich in der heutigen Zeit zum Teil geändert. Friseurketten locken ihre Kunden mit Öffnungszeiten von 10 bis 20 Uhr an 6 Tagen in der Woche. Bei Traditionsbetrieben kann man den Montag als Ruhetag dagegen immer noch finden. In den meisten Friseursalons können die Kunden einen Termin vereinbaren, damit der tägliche Ablauf im Voraus geplant werden kann. Lediglich bei Friseurketten, die günstige Haarschnitte für die Masse anbieten, können die Kunden kommen, wann sie möchten. Das Nummernprinzip ist in diesen Salons sehr beliebt. Kunden können sich eine Nummer ziehen und werden in der gezogenen Reihenfolge bedient.

    Manche Friseure haben sich aber auch anderweitig selbstständig gemacht, indem sie einen mobilen Friseurservice anbieten. Viele ältere Kunden, die nicht mehr so mobil sind, sind glücklich, wenn die Friseurin ins Haus kommt und die Haare schneidet - eine gelungene Bewerbung. Wer sich für einen derartigen Service entscheidet, benötigt zwar eine Grundausstattung, aber keinen Friseursalon samt Einrichtung. Das Risiko einer derartigen Selbstständigkeit ist gering. Man braucht keine langfristigen Mietverträge einzugehen und kein zusätzliches Personal einzustellen. Die fälligen Steuern berechnen sich lediglich aus der Höhe der Einnahmen.

    Friseure haben eine stehende Tätigkeit. Sie müssen fast den ganzen Tag stehen und haben zumeist keine Möglichkeit, im Sitzen zu arbeiten. Friseure sollten immer stylish, adrett und gepflegt aussehen, damit Kunden Vertrauen in das Können des Friseurs/in fassen. Die meisten Kunden sind auf eine kompetente Beratung vonseiten des Friseurs/in angewiesen. Nicht jede Frisur steht jedem Kunden. Ein Friseur/in muss daher eine gute Vorstellungskraft und Geschmack besitzen, um eine zielgerichtete Kundenberatung durchführen zu können. Nur Kunden, die mit ihrer neuen Frisur zufrieden sind, kommen wieder.

    Friseure/innen schneiden und waschen nicht nur Kopfhaare, sie rasieren auch, zupfen Augenbrauen und färben Wimpern. Das tägliche Kundengeschäft besteht in der Regel aus: Haare Waschen Schneiden, Färben, Strähnen, Föhnen, Legen und Steck- oder Hochfrisuren frisieren. Friseure/innen müssen sich mit den unterschiedlichen Haarstrukturen der Kunden auskennen, damit sie immer zu den passenden Pflegeprodukten greifen können und keine Haarschädigungen hervorrufen. In den meisten Friseursalons können die Kunden Haarpflegeprodukte kaufen. Die Friseure/innen müssen in der Lage sein, die Kunden fachgerecht beraten zu können.

    Mögliche Zusatzausbildungen als Friseurin?

    Friseure/innen können sich auf verschiedenen Gebieten fortbilden, um ein Rundum-Programm anbieten zu können. Bewerbung Muster als Maniküre und Gesichtskosmetik gelten als perfekte Ergänzung zum Friseurberuf. In den letzten Jahren sind Haarverlängerungen und Haarverdichtungen immer mehr in Mode gekommen. Friseure/innen können Kurse belegen, um diese Techniken erlernen und ausüben zu können. Künstliche Wimpern können angeklebt werden und Nägel verlängert werden. Diese Techniken fallen nicht in die klassische Ausbildung von Friseuren. Weiterbildungsmöglichkeiten können genutzt werden, um das fachliche Wissen zu erwerben und die Dienstleistungen zu erweitern.

    Reinigungsarbeiten gehören zum Beruf

    Ein Friseur/in schneidet nicht nur Haare und bedient Kunden, sondern muss auch Reinigungsarbeiten nebenbei erledigen. Kundenhaare, die nach dem Haare schneiden auf dem Fußboden liegen, müssen zusammengekehrt werden, Handtücher, die während der Arbeit benötigt werden, müssen gewaschen und getrocknet werden. In den meisten Salons werden diese Arbeiten im Team aufgeteilt.

    Die perfekten Charakterzüge eines Friseurs

    Wer sich entschlossen hat, Friseur/in zu lernen und den Beruf ausüben zu wollen, sollte ein nettes und zuvorkommendes Wesen haben und gepflegt aussehen. Kunden sitzen oft über Stunden beim Friseur und lassen sich frisieren. Kunden müssen sich wohlfühlen, wenn ihnen die Haare frisiert werden. Manche Kunden sind an der Kopfhaut sehr empfindlich, daher muss ein/e Friseur/in sanfte Hände und Einfühlungsvermögen besitzen. Es ist ganz natürlich, dass diese sich die Zeit mit einer netten Unterhaltung vertreiben möchten. Friseure/innen, die verstockt wirken und Gesprächen ausweichen, sind bei Kunden nicht sehr beliebt. Es ist daher von entscheidender Wichtigkeit, dass die Sympathie zwischen Friseur/in und Kunden stimmt. Kunden entwickeln sich so schnell zu Stammkunden und sichern die Einnahmen von einem Friseursalon.

    Kunden möchten ihrem Friseur vertrauen können und sich auf die Güte der Arbeit verlassen können. Nichts ist schlimmer, als nach einem Friseurbesuch vollkommen anders auszusehen, als man es sich vorgestellt hat. Kunden gönnen sich einen Friseurbesuch, weil sie attraktiv und ansprechend aussehen möchten und nicht hässlich. Friseure sollten sich daher die Zeit nehmen, mit den Kunden den Frisurenwunsch genau zu besprechen und auch die eventuellen Risiken durchzusprechen. Friseure/innen müssen gut mit Menschen umgehen können, diplomatisch sein, aber auch das offene Wort nicht scheuen. Friseure/innen müssen kreativ sein und über handwerkliches Geschick verfügen. Ein gutes Augenmaß ist notwendig, um Frisuren gleichmäßig schneiden zu können.

    Zu letzt noch ein kleines Video zum Beruf Friseur/in
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