Arbeitgeber droht bei neuer Krankschreibung

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    Grüß Gott an alle! Ich muss euch heute mal etwas für einen Kumpel fragen. Er hatte im Herbst einen Bandscheibenvorfall und war mehrere Monate krank geschrieben. Jetzt geht es ihm wieder schlecht und sein Arzt meinte, er soll nicht arbeiten. Aber er hat Angst, die Krankschreibung zu nehmen, weil ihm sein Arbeitgeber „Maßnahmen“ für den Fall einer neuerlichen Krankschreibung angedroht hat. Er arbeitet als Klempner. Welche Rechte hat der Arbeitgeber? Gruß André

  • #2
    Sehr geehrter André,
    ich denke, ich weiß, worauf du hinaus willst. Einen Kündigungsschutz wegen einer Krankheit gibt es nicht, es sei denn, dein Kumpel fällt unter die Regelungen des Kündigungsschutzgesetzes. Eine Krankheit, bei der es keine Aussichten auf Besserung gibt, und von der die Arbeit beeinträchtigt wird, ist eine aus in der Person des Arbeitnehmers liegende Vertragstörung. ABER: Bevor der Arbeitnehmer gekündigt werden kann, muss der Arbeitgeber eine Eingliederung versuchen. Das bedeutet, es muss geprüft werden, ob beispielsweise eine innerbetriebliche Umsetzung das zugrunde liegende Problem klären kann. Im Falle deines Kumpels wären das beispielsweise Tätigkeiten im Büro. Ich denke, dass mit dem Hinweis auf „Maßnahmen“ auch genau dieser Versuch einer Eingliederung gemeint ist.

    Viele Grüße
    Hans

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    • #3
      Man muss sich auch einfach mal in die Lage des Unternehmers versetzen. Ausfall einer Arbeitskraft, Kostenübernahme bis die Versicherung übernimmt, mögiches Gehalt für einen zusätzlichen Angestellten. Klar, drohen darf er damit nicht. Aber ein Klempner, der Rücken hat und nicht seiner Arbeit nachgehen kann, ist vor allem für kleine und mittelständige Betriebe schnell eine Belastung. Daher kommt es zu von Hans schon erwähnten Rückkehrergesprächen. Zwar sollte der Arbeitgeber die Gesundheit seiner Arbeitnehmer auch fördern. Für solche Betriebe ist das aber kaum umsetzbar.

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